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Baby Driver

Baby Driver

Ein junger Mann, genannt Baby, hat ein Talent fürs Autofahren. Doch durch ein Schicksalsschlag geriet er langsam auf die schiefe Bahn. Er wird Fluchtwagenfahrer für einen Kriminellen. Als er sich in ein Mädchen verliebt, will er dieses Leben hinter sich lassen, doch das ist nicht so einfach, denn dieser will ihn nicht gehen lassen. Der Film hat einen eigenen Stil, fischt aber in viele Gewässer und weiß nicht so sehr was er sein will. Es ist ein wenig Gangster-, Liebes- und Actionfilm zugleich.

Filmdaten

FilmBaby Driver
Genre: Thriller
Action
FSK-Angabe:ab 16
Erscheinungsdatum Kino:27.07.2017
Filmlänge:113 Minuten
Produzenten:Tim Bevan
Eric Fellner
Nira Park
Regisseur(e):Edgar Wright
Schauspieler:Eiza González
Jamie Foxx
Jon Hamm
Jon Bernthal
Kevin Spacey
Lily James
Ansel Elgort

Trailer

Trailer 1

Details

Filmverlauf

Handlung

Der junge Baby ist wieder unterwegs in einem Job als Fluchtwagenfahrer. Es kommt zu einer rasanten Verfolgungsjagd nach einem Überfall. Durch sein Können entkommen sie der Polizei. Er hat noch ein Job abzuschließen, dann hat er seine Schulden beglichen.
Der talentierte Fahrer hat ein Problem mit dem Gehör. Aufgrund von einem Tinnitus hat er ständig Kopfhörer auf, um mit der Musik den Tinnitus zu übertönen. Man hört im ganzen Film immer die Musik, die er gerade auf den Kopfhörern hat, wenn er zu sehen ist.
Vor dem letzten Job lernt er eine junge Frau in einem Diner kennen. Sie gefällt ihm und er möchte sie für sich gewinnen. Doch durch seinen gefährlichen Job kommen die psychopathischen Partner, die ihm zugeteilt werden, mit seinem Privatleben in Kontakt. Das Leben seiner neuen Freundin geriet so wie seins in Gefahr, da er aus dem Ganzen aussteigen wollte.

Bewertung und Kritik

Filmkritik

Der Film fängt ziemlich cool und lässig an. Baby wird als harter Typ mit cooler Musik präsentiert, der ganz gut fahren kann. Da der Film mitten im ersten Job einsteigt, macht er Hoffnung auf mehr.
Man sieht dann die Leute mit denen er zu tun hat und hofft dieser Stil wird bei behalten.
Doch irgendwie kann der Film da nicht anschließen. Man sieht etwas über die Vergangenheit von Baby, aber nicht wirklich viel, um zu verstehen, wie er so geworden ist und wo er so gut fahren gelernt hat. Eigentlich wird dessen Können eigentlich nur von den anderen herbei geredet, denn die Fahrkünste sind bei weitem nicht so gut wie erwartet. Hätten die anderen sein Können nicht "erklärt", würde man meinen, er sei ein ganz normaler Fahrer. In anderen Auto-Action-Filmen fahren sie meist besser oder mindestens genau so gut und es herrscht mehr Action auf der Straße, als in diesem Film.
Über den Hintergrund aller seiner Komplizen erfährt man im Grunde nichts. Baby selbst redet nicht wirklich viel und als er plötzlich die große Liebe trifft, fängt er an zu sprechen, aber komischerweise sehr gewandt. Sein Handeln ist sehr wechselhaft, auch das seiner Komplizen. Mal sind sie nett zu ihm, dann wollen sie ihn töten. Sein Boss verteidigt ihn, droht ihm und hinterher zeigt er Verständnis fürs Verliebtsein und opfert sich für ihn? Er selbst will raus aus dem Geschäft, für die Liebe, bereitet alles vor und als er es durchzieht, ergibt er sich.
Die Charaktertiefe stimmt in diesem Film irgendwie gar nicht. Kevin Spacey hat auch schon viel bessere Filme gemacht, als diesen hier, seine Rolle hatte einfach zu wenig Hintergrundgeschichte. Wäre er nicht Kevin Spacey, sondern irgend ein Schauspieler, dem man diese Kaltblütigkeit nicht von Haus aus zusprechen würde, würde man sagen, dass sein Charakter ziemlich charakterlos blieb.
Der einzige ziemlich authentische Charakter war Jamie Foxx. Er trat als Psycho auf, war Psycho und blieb Psycho. Alle anderen hatten total sprunghafte und wechselhafte Auftritte.

Die Tatsache, dass man im gesamten Film die Musik aus den Kopfhörern von Baby hörte, machte den Film interessant. Die Musik passte immer gut zur jeweiligen Szene, was aber nicht bedeutet, dass diese nicht manchmal auch nervte. Hinterfragen darf man aber nicht, warum dessen Musik immer genau zur Szene passte.

Die Liebesgeschichte zwischen Lily James und Ansel Elgort ist auch nicht die beste, die man in Filmen gesehen hat.
Technisch ist der Film sicher auf heutigen Stand, aber er ist in keinen Belangen irgendwie besonders neuartig oder als stark zu erwähnen. Weder vom Ton, noch von der Kameraführung oder von der Art der Actionszenen wurden wir im Kino irgendwie besonders positiv überrascht.

Unser Fazit zum Film:

Der Film möchte vieles sein, ein cooler Actionfilm mit Gangster, einer Liebesgeschichte und tragischem Hintergrund. Leider zeigt der Film in allen erwähnten Bereichen Schwächen auf und als größten Mangel möchte man die fehlende Charaktertiefe erwähnen. Diese fehlende Tiefe zeigt sich in plötzlich umschwenkenden Einstellungen und Handlungen der Charaktere. Irgendwann hinterfragt man einfach die Logik des Drehbuchs.

Ich kann mir den hohen Zuspruch dieses Films nur deswegen erklären, dass viele es interessant fanden, die Musik der Kopfhörer von Baby zu hören, die Lieder zu kennen und sich eher mit denen zu identifizieren als mit den Charakteren. Diese kleinen Aha-Effekte retten den Film aber nicht wirklich.

Man muss es leider sagen, wie es ist, es gibt bessere Auto-Action-Filme, bessere Liebesfilme, bessere Gangsterfilme in diesem Stil und sicher auch witzigere Filme. Wir können den Film daher nicht wirklich empfehlen, außer man will mal etwas Neues gesehen haben.

Filmbewertung

Technische Aspekte:
Ton und Musik: 8/10
Kamera und visuelle Effekte: 8/10
Kulisse und Kostüme: 7/10
Schauspielerische Leistung:
Schauspieler: 7/10
Film und Drehbuch:
Geschichte und Handlung: 7/10
Dialoge: 6/10
Genrevergleich und Erwartungshaltung:
Dem Genre entsprechend: 4/10
Erwartungshaltung erfüllt: 4/10
Filmalter: - 0
Gesamtbewertung: 5.74/10

Filmverfügbarkeit (Test)

Start im Kino ... Start im Kino: 27.07.2017
Start auf DVD / VoD / Blu-Ray ... Start auf DVD / VoD / Blu-Ray:
Start im Pay-TV / VoD-Abo ... Start im Pay-TV / VoD-Abo:
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