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Dunkirk

Dunkirk

Christopher Nolan hat einen beeindruckenden Kriegsfilm gemacht. Er handelt von der Geschichte rund um die Mission, die im Zweiten Weltkrieg in Dünkirchen statt gefunden hat. Unter dem Namen Operation Dynamo wurden eingekesselte Truppen der britischen, belgischen und französischen Truppen gerettet. Der einzige Weg hinaus ging über das Meer und der Film zeigt, mit wenig Dialogen, wenig Brutalität eine extreme Dramatik, wie das damals passiert ist. Ein Film der seines Gleichen sucht und den Zuschauer fesselt vom Anfang bis zum Ende.

Filmdaten

FilmDunkirk
Genre: Kriegsfilm
FSK-Angabe:ab 12
Erscheinungsdatum Kino:27.07.2017
Filmlänge:107 Minuten
Produzenten:Emma Thomas
Christopher Nolan
Regisseur(e):Christopher Nolan
Schauspieler:Tom Hardy
Mark Rylance
Cillian Murphy
Kenneth Branagh
Barry Keoghan
James D’Arcy
Aneurin Barnard
Harry Styles
Jack Lowden
Tom Glynn-Carney
Fionn Whitehead

Trailer

Trailer 1

Details

Filmverlauf

Handlung

Dünkirchen ist eine Stadt am Meer, die von den Deutschen komplett umzingelt ist. Man sieht einige Soldaten durch die Straßen über Verteidigungsanlagen in Richtung Meer fliehen. Dort angekommen treffen sie auf große Massen anderer Soldaten, die auf Schiffe warten, die sie eskortieren sollten.
Zugleich starten Fischerboote aus Großbritannien in Richtung Dünkirchen, die Soldaten eskortieren sollen.
Man sieht auch eine parallele Handlung einiger Piloten, die sich in den Luftkampf rund um Dünkirchen begeben.
Die drei Handlungsstränge tragen den ganzen Film, sind aber zeitlich voneinander verschoben und wechseln sich ständig ab.

Bewertung und Kritik

Filmkritik

Es war der intensivste Kinofilm, den ich bisher gesehen habe. Das ist insofern verblüffend, weil der Film ab 12 war und gar nicht brutal oder blutig, fast den ganzen Film über nur sehr wenig geredet wird, die Handlungen kaum zusammenhängen und die Geschichte eigentlich in ein paar Sätzen schnell erzählt ist. Die Deutschen sieht man eigentlich auch nie im Film, also den Feind und dennoch fesselt der Film einen von Minute 2 an bis zum Schluss.
Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, nach ca. 1 Stunde habe ich gemerkt, dass ich ständig die Luft anhalte und auch Mal durchatmen sollte.
Das Kino war ständig ruhig und still, bis auf die Schreckmomente.

Der Film ist mit der Endszene von Titanic zu vergleichen, wo das Schiff auseinander bricht und die Dramatik den Höhepunkt erreicht. So läuft der Film aber von der ersten Minute bis zum Schluss.

Die Musik und die Vertonung sind absolut neue Maßstäbe. Hans Zimmer hat hier nicht unbedingt mit Musik, sondern mit genialer Vertonung überzeugt. Bei den spärlichen Dialogen, musste die Musik im Hintergrund den Film tragen. Die endlosen Szenen, der stillen Soldaten, die auf die Rettung hofften und von einem Unglück ins andere fielen, wurden von der Musik so stark untermalt, dass alleine jetzt wenn ich drüber schreibe, einen die Ehrfurcht packt.

Der Film ist wohl eigentlich ein Kunstwerk, ein Meisterwerk dessen, wie man mit richtiger Kameraarbeit, Inszenierung und Vertonung gemischt mit klugem Schnitt einen Zuschauer über Stunden fesseln kann.

Die einzelnen Schauspieler, die wenig Sprechrollen hatten, konnten gut überzeugen, aber es war nicht die Stärke einzelner, die den Film gut machten, sondern das Gesamtkonstrukt.

Hinterher nach dem wir den Film gesehen haben, redet man darüber. Man merkt erst danach, dass die Geschichte an sich etwas dünn war und nicht die ganze Brutalität, Dramatik und Größe der Rettungsaktion dargestellt hat. Der Film hätte hochgelobte Helden haben können, mit Hintergrundereignissen und Familien daheim, die den einzelnen Tod damit dramatischer gemacht hätten, aber darauf hat man mit Absicht verzichtet. Vielleicht war das auch gut so, sonst hätte man noch viel Geheule im Kino gehört.
Das ist kein Punkt den ich kritisiere, den der Stil des Films hatte das nicht nötig.

Was ich ein wenig kritisiere, ist die etwas unrealistische Stille der Soldaten, die als Stilmittel eingesetzt wurde, aber eigentlich das Ereignis etwas heruntergespielt hat und auch, dass man nie in Film die ganze Größe dieses Einsatzes richtig wahr nehmen konnte. 400.000 Mann, die dort damals waren, waren nie auch nur annähernd so präsentiert. Gefühlt sah man vielleicht 10.000.

Unser Fazit zum Film:

Der Film ist definitiv ein Meisterwerk, weil man so reduziert und mit so wenig, so viel gemacht hat. Die Vertonung, die Stimmung und die Geschichte, die die einzelnen Helden so runter spielt, obwohl man es merkt, dass sie es waren, berührt einen, fesselt einen und lässt einen nicht mehr los bis zum Ende des Films.
Jedes tragische Unglück, und von denen gab es viele, die die Rettungsaktion immer wieder Rückschläge verpassten, halten die Dramatik die ganze Zeit auf höchstem Niveau.
Dieser Film ist ein Erlebnis und man sollte ihn gesehen haben, am besten mit guter Soundanlage (Kino oder starkem Sorround-Sound)

Filmbewertung

Technische Aspekte:
Ton und Musik: 10/10
Kamera und visuelle Effekte: 10/10
Kulisse und Kostüme: 10/10
Schauspielerische Leistung:
Schauspieler: 10/10
Film und Drehbuch:
Geschichte und Handlung: 9/10
Dialoge: 8/10
Genrevergleich und Erwartungshaltung:
Dem Genre entsprechend: 10/10
Erwartungshaltung erfüllt: 10/10
Filmalter: - 0
Gesamtbewertung: 9.63/10

Filmverfügbarkeit (Test)

Start im Kino ... Start im Kino: 27.07.2017
Start auf DVD / VoD / Blu-Ray ... Start auf DVD / VoD / Blu-Ray:
Start im Pay-TV / VoD-Abo ... Start im Pay-TV / VoD-Abo:
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