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Gefühlt Mitte Zwanzig – Infos und Filmkritik

Gefühlt Mitte Zwanzig - Film Trailer

Wie das ist, wenn man Mitte 40 ist und man sich wünscht wieder in den Zwanzigern zu sein? Darum geht es in Gefühlt Mitte Zwanzig. Wir haben auch den Film gesehen und möchten euch darüber berichten mit Infos und einer ausführlichen Kritik. Der Film mit Naomi Watts (Die Bestimmung – Insurgent, King Kong, The Ring) und Ben Stiller (Verrückt nach Mary, Meine Braut, Ihr Vater und ich), die als älteres Paar auf ein junges Pärchen bestehend aus Adam Driver(J Edgar) und Amanda Syfried(Mamma Mia, Red Riding Hood, A Million Ways to Die in the West, Ted 2, Pan) treffen.

Der Film hat eine erzählenswerte Geschichte, die vielleicht auch eine gewisse Lebenswahrheit darstellt. Ganz verkehrt ist das hier alles nicht.

Hier nun die Infos, die Geschichte und die Kritik zum Film: Gefühlt Mitte Zwanzig. (den Film gibt es auf DVD und Blu-Ray).

Die Geschichte bei Gefühlt Mitte Zwanzig

Ein Paar, bestehend aus Josh und Cornelia, das selbst keine Kinder hat und eigentlich ein gewöhnliches Leben lebt, stellt irgendwann fest, dass sie sich in ihrem Leben etwas fest gefahren haben. Sie sind zwar scheinbar glücklich, doch als sie ein junges Paar, Jamie und Darby, treffen,  dass scheinbar einfach nur in den Tag hinein lebt, das Leben genießt und scheinbar einen willkürlichen Lebensstil lebt, fangen sie an sich Fragen zu stellen. Das jüngere Paar besitzt viele alte Sachen, alte Möbel, Schallplatten, altes Zeug, dass sie selbst längst durch Neues ersetzt haben, doch diese erfreuen sich noch dran. Der junge Jamie will Filme drehen, irgendwie aus Leidenschaft. Josh ist selbst Dokumentarfilmer, hängt aber seit Jahren an einem Film dran und schafft es irgendwie nicht diesen fertig zu bekommen. Der Junge Jamie erinnert ihn an ihn selbst, als er noch voller Leidenschaft an Dinge ran ging und Filme drehte.

Die zwei Paare befreunden sich und Josh und Cornelia tauchen in die Welt des jungen Paares ein, machen verrückte Sachen mit und dann versucht Josh sogar Jamie bei seinem Film, obwohl er selbst mit seinem Film nicht fertig wird und eigentlich selbst Geld braucht. Doch die Welt von Jamie und Darby scheint irgendwie zu problemlos zu sein und die vermeintlich sorglose und heile Welt entpuppt sich als etwas anderes.

Kritik zum Film: Gefühlt Mitte Zwanzig

Der Film versucht ein realitätsnaher Film zu sein. Kein besonderes erzählerisches Drama, sondern eher das Leben, wie es spielt darzustellen. Das ältere Paar im Film, mit Ben Stiller und Naomit Watts zeigt durchaus sehr authentisch, wie sich ein kinderloses Paar in einer Gesellschaft zurecht findet, wo viele Freunde in ihrem Alter sich um Kinder und Familie kümmern müssen, sie selbst aber eher einen anderen Sinn suchen müssen. Gleichzeitig zeigt es die Konfrontation mit der Jugend, die selbst ihren Sinn vielen alternativen Sachen sucht, in vergangenen Musikrichtungen, Kleidungsstilen, Wohnstilen und alternativen Religionen teilweise umhersucht und sich einfach vom Leben treiben lässt.

Beides scheint auf den ersten Blick lebenswert zu sein und beides scheint sein Für und Wider zu haben, doch als wie im Film dargestellt, irgendwann einen die Realität, wahre Bedürfnisse und das menschliche Ich einholt, kehrt jeder zu dem zurück, was er wirklich will. Das wird im Film ganz gut dargestellt. Die „Erwachsenen“ Personen, die sich etwas aufgebaut haben, können darauf aufbauen und finden zu ihren Werten zurück, während die Jugend und ein Vielzahl anderer, wie im Film dargestellt ewig Dingen nachjagen, die keinen andauernden Wert haben.

Diese relativ simple Message vermittelt der Film ganz gut, ist aber gleichzeitig keine besonders komplizierte Geschichte, die weder sehr zitatwürdige Dialoge aufbringt, noch extrem dramaturgische Wendungen zeigt. Es passiert schon mehr, als ich hier beschreibe, aber der Film läuft fast durchgehend auf einem Level durch. Vielleicht hätte man aus dem Drehbuch mehr machen können. Obwohl die Schauspieler alle ganz gut sind, ist es eben keine Weltklasse, was hier abgeliefert wurde, weder technisch, noch von der Idee her. Es fehlen einfach auch bessere Spannungsspitzen, bzw. für eine Teilweise Komödie etwas mehr Witz.

Technische Aspekte:
Ton und Musik: 5/10
Kamera und visuelle Effekte: 6/10
Kulisse und Kostüme: 7/10
Schauspielerische Leistung:
Schauspieler: 7/10
Film und Drehbuch:
Geschichte und Handlung: 7/10
Dialoge: 6/10
Genrevergleich und Erwartungshaltung:
Dem Genre entsprechend: 7/10
Erwartungshaltung erfüllt: 6/10
Filmalter: - 0
Gesamtbewertung: 6.58/10

Fazit zum Film: Gefühlt Mitte Zwanzig

Der Film ist kein Highlight der Filmgeschichte, obwohl er nicht schlecht gemacht ist. Was der Film schafft, ist zum Nachdenken anzuregen, gerade über langfristige Ziele im Leben und sich vielleicht die Frage zu stellen, was man selbst denn vom Leben verlangt. Abgesehen davon ist der Film, aber eher gewöhnlich. Assoziiert man mit dem Film keine tiefsinnigen Intentionen, könnten viele den Film dann aber auch als eher langweilig betrachten. Das ist aber bei so „Realverfilmungen“, die das Leben in ihrer Echtheit einfangen wollen, oft der Fall. Das ist kein Romandrama, es ist einfach nur das Leben. Nach diesem Aspekt beurteilt, war der Film nicht schlecht. Es ist jetzt aber auch kein Film, den ich mir unbedingt öfter anschauen wollen würde. Wir waren nicht enttäuscht, aber auch nicht sonderlich begeistert.

FilmGefühlt Mitte Zwanzig
Genre:Drama
Komödie
FSK-Angabe:ab FSK ab 0 freigegeben
Erscheinungsdatum Kino:30.07.2015
Erscheinungsdatum DVD:03.12.2015
Filmlänge:97 Minuten Minuten
Produzent:Noah Baumbach
Regisseur:Noah Baumbach
Schauspieler:Ben Stiller
Naomi Watts
Adam Driver
Amanda Syfried

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