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The Gambler – mit Mark Wahlberg, eine Filmkritik

The Gambler - Filmkritik

Mark Wahlberg mal wieder in einem Gangsterfilm. Kein typischer Hollywood-Streifen in dem es eine Hauptfigur gibt, die irgendwie in Schwierigkeiten gerät und dann heldenhaft alles bezwingt. Nein, diesmal geht das eher in Richtung gangster-Lifestyle und einen Blick auf spielsüchtige Genies, falls ich den Film überhaupt richtig interpretiere 🙂

Auf jeden Fall etwas ausgefallen mit sehr schnellen und klugen Dialogen wird ein Abschnitt eines Lebens eines Universitätsprofessor präsentiert und wie der Name schon sagt, geht es um Glücksspiel.

Die Geschichte von the Gambler

Ein Universitätsdozent, der anscheinend Literatur lehrte, wird gezeigt, wie er ganz kühl und kalt in einem Casino jede Menge Geld verzockt. Er beginnt mit einer Glückssträhne und verspielt jedes Mal zum Schluss alles. Dennoch ohne zu zucken, läuft er auch schon zu Kredithaien, um sich mehr Spielgeld zu borgen. Er bekommt auch welches und siehe da, auch das verspielt er innerhalb von wenigen Minuten. Nun steht er da, mit Schulden, die höher sind, als er aufbringen kann, aber davon anscheinend ganz unberührt, versucht er an mehr Geld zu kommen, um wieder damit zu spielen.

Ein Teufelskreis beginnt, der den anscheinend lebensmüden und auf einen selbstzerstörerischen Trip sich befindlichen Jim Bennett (von Mark Wahlberg gespielt), versucht nun (oder auch nicht?) da irgendwie raus zu kommen, denn seine Probleme werden auch die Probleme seines Umfelds.

Der Film an sich?

Etwas schwierig zu bewerten, wie ich finde. Die Geschichte ist schon etwas eigen und der Film ist keine typische Happy-End-Story, aber auch kein Film der irgendwie versucht „das wahre Leben“ zu zeigen. Es ist irgendwo eingeordnet zwischen lässigem Gangsterfilm (ein wenig in Richtung Snatch, oder Bube, Dame König, Gras) mit nüchternen, intelligenten Humor, verpackt in noch klügeren Dialogen, die versuchen im Laufe des Films einen tieferen Sinn zu vermitteln. Der Trailer zeigt da einen guten Eindruck, wie der Film ist, außer, dass die Action im Trailer auch die gesamte Action im Film ist.

Der Hauptdarsteller kommt aus einem Leben, wo er alles hat und eigentlich für nichts was tun muss. Er wird irgendwie verglichen mit einem Genie, dass den Sinn von allem nicht findet. Er geht immer aufs Ganze und nur das Ganze gibt ihm etwas, denn alles andere, was zu gewöhnlich ist, ist ihm zu wenig. Irgendwie glaube ich fast, dass man sich den Film zwei mal ansehen muss, um ihn richtig zu verstehen.

Gespielt wird ganz gut, denn das Gefühl, was vermittelt werden soll, kommt ganz gut rüber. Der tiefe Sinn jedoch eher kaum.

Die Musik im Film ist auch gewöhnungsbedürftig und sehr speziell, ansonsten kann man nichts Negatives erwähnen. Ich vermute, dass dieser Filmstil nicht jeden zusagt, deswegen findet man im Netz auch sehr gespaltene Kritiken. Die Zuschauer finden zu einem großen Teil den Film eher schlecht und langweilig, die Kritiker eher gut. Wenn die Dialoge mies wären, wäre der Film echt schlecht, weil nicht viel Handlung im Film ist.

Geschichte und Handlung: 6/10
Dialoge: 10/10
Ton und Musik: 7/10
Kamera und visuelle Effekte: 7/10
Schauspieler: 9/10
Kulisse und Kostüme: 7/10
Erwartungshaltung erfüllt: 7/10
Gesamtbewertung: 7.57

Fazit zum Film The Gambler

Der Film ist sehr speziell und versucht irgendwie Kult-mäßig rüber zu kommen. Die Charaktere sind alle samt sehr gut gespielt. Man hat auch selten einen John Goodman so gut gesehen, finde ich. Die Dialoge und mMn. durchaus sehr überlegten Lebensweisheiten, machen den Film zum größten Teil aus. Die Geschichte an sich und die daraus folgende Handlung lässt aber zu wünschen übrig, sodass man am Ende nicht genau weiß: mag man den Film, oder mag man ihn nicht?

Wenn man eine Einstellung hat, wie der Hauptdarsteller, denkt man sich einfach „F*** you“, ich find ihn geil 🙂 Wenn nicht, war es wohl verschwendete Zeit. Ich selbst fand ihn nicht schlecht.

FilmThe Gambler
Genre:Drama
Thriller
FSK-Angabe:ab FSK ab 12 freigegeben
Erscheinungsdatum Kino:15.01.2015
Erscheinungsdatum DVD:27.05.2015
Filmlänge: Minuten
Produzent:Irwin Winkler
Regisseur:Rupert Wyatt
Schauspieler:Mark Wahlberg
John Goodman
Brie Larson
Michael K. Williams

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