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Who am I – kein System ist sicher | Filmkritik

Who am I - Kein System ist sicher

Ein deutscher Hackerfilm, der aus dem Trailer heraus echt viel verspricht. Ich habe den Film schon länger auf meiner Filmliste und habe vermutet, dass dieser gut ist. Die Schauspieler sind im deutschen Raum durchaus bekannt, außerhalb wohl kaum. Vor allem Elyas M’Barek, der eine wichtige Rolle im Film besetzt, erlebt in Deutschland gerade einen Höhenflug, nach seinem Film Fack ju Göhte.

Dieser Film hingegen ist ein durchaus guter Thriller, der sich auch auf internationaler Bühne sehen lassen kann. Hier die Kritik und Infos dazu:

Die Handlung von Who am I

Der Film beginnt mit einem Verhör eines jungen Mannes, Benjamin (gespielt von Tom Schilling). Er erzählt die Geschichte, seines Lebens und wie er vom totalen Außenseiter zum Hacking kam. Während des Verhörs erzählt er auch Hintergrundinfos der Hackerszene, wer die Berühmtheiten sind und warum er das gemacht hat, was er gemacht. Er erklärt, wie es um Ansehen und Anerkennung in der Szene geht. Er hat, um ein Mädchen zu beeindrucken, den Universitätsserver gehackt, um die Tests zu beschaffen. Leider wurde er dabei ertappt und wurde zu 30 Sozialstunden verdonnert. Während seiner Sozialarbeit trifft er auf Max (Elyas M’Barek), ebenfalls ein Hacker, der aber irgendwie cooler ist und in der normalen Welt selbstbewusst durchs Leben schreitet. Max erkennt in Benjamin das Talent und will ihn für seine Hackertruppe begeistern. Kurz darauf beginnt die vierköpfige Truppe jede Menge Hacks zu begehen und gelangt in den Medien. Sie nennen sich Clay. Clay bekommt zwar mediales Interesse, aber in der Szene werden sie von dem Oberhacker MRX nur ausgelacht. Clay überlegt sich nun irgendwas Bedeutsameres zu hacken, damit MRX sie richtig anerkennt. Sie versuchen den BMD (Bundes Nachrichtendienst, sowas wie der Geheimdienst Deutschlands) zu hacken.
Und sie schaffen es, doch dann beginnt alles aus dem Ruder zu laufen und … weiter erzähl ich nicht 🙂

Der Film an sich

Ich muss sagen, der Film hat mich ziemlich beeindruckt. Vor allem für einen deutschen Film (das soll nicht abwertend klingen), ist der Film auf sehr vielen Ebenen sehr gelungen. Die Geschichte wird richtig überraschend und gut aufgebaut. Dass die Geschichte quasi erzählt wird und das mit sehr gelungenen Sprüchen und Zitaten tut dem Film sehr gut. Auch die technischen Aspekte, beim Hacking sind hier gut recherchiert und nicht überzogen, was dem Film eine gewisse Authentizität gibt. Die Geschichte schafft es bis zum Ende Spannung aufzubauen und auch Wendungen einzubauen.
Auch die Stellen, wo sich die Hacker im Netz treffen und chatten, die quasi nur schauspielerisch mit Masken dargestellt werden, sind irgendwie genial.

Die Filmmusik ist sehr passend und gut. Die Vertonung wirkt immer noch etwas „Deutsch“. Hollywood macht das irgendwie besser, aber auch nur Stellenweise. Das ist so eine Sache, die mich manchmal an deutschen Filmen stört, es wirkt zu echt. Bei Hollywood-Streifen ist man da eher drin in einem Film. Schwer zu erklären. Vielleicht hat das was mit der Übersetzung zu tun, keine Ahnung.

Die Schauspieler spielen alle gut. Tom Schilling, Elyas M’Barek und Wotan Wilke Möhring (was für ein Name^^) stechen hervor. Die anderen passen gut zum Film, heben sich aber als Einzelschauspieler nicht besonders hervor.

Geschichte und Handlung: 9/10
Dialoge: 9/10
Ton und Musik: 8/10
Kamera und visuelle Effekte: 8/10
Schauspieler: 8/10
Kulisse und Kostüme: 8/10
Erwartungshaltung erfüllt: 10/10
Gesamtbewertung: 8.57

Fazit zum Film Who am I

Der Film hat mich positiv beeindruckt. Er ist wohl einer der besten deutschen Thriller der letzten Jahre. Ich glaube der Film, hätte auch auf internationaler Ebene Beachtung bekommen können. Das Drehbuch und die Dialoge machen einen Großteil des Positiven aus. Die Schauspieler wirken authentisch und es macht Spaß diesen Film zu sehen, bis zum Schluss.

Vielleicht bin ich da als „Hobby“-Programmierer etwas befangen, aber ich kann den Film nur wärmstens empfehlen.

FilmWho am I
Genre:Thriller
FSK-Angabe:ab FSK ab 12 freigegeben
Erscheinungsdatum DVD:15.04.2015
Filmlänge:106 Minuten Minuten
Produzent:Quirin Berg
Regisseur:Baran bo Odar
Schauspieler:Tom Schilling
Elyas M'Barek
Wotan Wilke Möhring
Hannah Herzsprung
Antoine Monot jr.
Trine Dyrholm

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