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47 Ronin – Keanu Reeves als japanischer Samurai

47 Ronin

Am Wochenende war wieder mal ein Filmabend angesagt, also borgte ich mir den Film „47 Ronin“ aus. Ich wollt den Film schon zu Kinozeiten sehen. Ich mag diese Filme, die einem versprechen episch zu werden. Heldengeschichten mit mystischen Geschichten sind irgendwie genau mein Fall.

Der Film verspricht im Trailer schon mal einiges. Schaut selbst:

Die Handlung von 47 Ronin

Der Film spielt in Japan und erzählt eine berühmte japanische Geschichte, eigentlich ein Mythos. Es ist die Geschichte der 47 Ronin (das sind Samurai, die irgendwie herrenlos geworden sind und somit keine Samurai mehr waren). Diese dienten einem Fürsten. Dieser war Fürst über ein Gebiet in Japan im 1700 Jahrhundert. Der Fürst wird von dem Bösen dieser Geschichte „ermordet“ und dieser wird der neue Fürst und nimmt sich dabei gleich die Tochter des Fürsten zur Frau. Typisch dabei ist, wie in den meisten Heldengeschichten, dass die Frau in den tragischen Helden verliebt ist.

Den Helden,  Kai, spielt wie erwartet Keanu Reeves, der als Halbblut auf die Welt kommt und unter widrigen Umständen aufwächst und zu kämpfen lernt. Dieser und die gesamten Samurai des Fürsten werden verbannt und als Ronin abgestempelt. Im Film geht es darum, wie die 47 Ronin sich aufraffen und Rache üben an ihrem ermordeten Fürsten. Es geht wie bei solchen japanischen Filmen oft um Ehre, um Treue, Untergebenheit und um damit verbundene Kraft und Macht. Kämpfe und Prüfungen müssen beschritten werden, bis die 47 Ronin ihr Ziel erreichen.

Der Film hat ein für uns wohl unübliches Ende, das ich nicht verraten möchte und ist damit, eher einmalig. Man erkennt dem Film an, dass es nicht nur eine aus Hollywood geschriebene Geschichte ist, sondern auf traditionelle japanische Geschichten basiert.

Filmkritik zu 47 Ronin

Der Film hat eine tolle Kulisse, schöne Kostüme und kann einen wirklich in die typisch japanische Welt versinken lassen. Die Handlung wirkt gut und nachvollziehbar. Dennoch wirken die Szenen teilweise zu kurz und zu wechselhaft. Der Film versucht, wie andere japanische Filme mit langsamen Szenen, in denen nicht sehr viel geredet wird, Emotionen aufzubauen, Gefühle zu vermitteln und ist anders als andere Heldenfilme aus Hollywood, wo coole freche Sprüche den Helden stark wirken lassen. Wenn man ihn mit anderen in Japan spielenden Heldenfilme vergleicht, wie  Hero, Tiger & Dragon  oder gar Last Samurai kann man nicht sagen, dass dieser Film es besser gemacht hat. Bis er in die Gänge kommt, wird man etwas auf die Folter gespannt, im Mittelteil wird es spannender und der Schluss ist eher unerwartet.

Die Dialoge sind ok, die Handlung ist gut, die Musik passt zum Film und der Ton ist auch sehr gut gemacht. Die Kampfszenen sind für meinen Geschmack zu kurzweilig und die Kameraführung teilweise genau dabei zu schnell, sodass man Details aus dem Auge verliert. 3D-Animationen und Effekte sind auch nicht schlecht, aber auch da sind mir diese zu wenig „bildgewaltig“, man hat einfach öfter schon viel Besseres gesehen. Man hätte das auch epischer machen können. Keanu Reeves kämpft wie immer gut, aber er kann auch nicht wirklich glänzen in diesem Film, da ihm die Rolle nicht viele Möglichkeiten gibt dazu. Die meisten anderen Schauspieler hätte ich ohne sie im Internet zu suchen, nicht erkannt.

Technische Aspekte:
Ton und Musik: 9/10
Kamera und visuelle Effekte: 6/10
Kulisse und Kostüme: 9/10
Schauspielerische Leistung:
Schauspieler: 6/10
Film und Drehbuch:
Geschichte und Handlung: 7/10
Dialoge: 6/10
Genrevergleich und Erwartungshaltung:
Dem Genre entsprechend: 6/10
Erwartungshaltung erfüllt: 7/10
Filmalter: - 0.2
Gesamtbewertung: 6.33/10

Fazit zum Film 47 Ronin

Der Film ist nicht schlecht, aber ein Meisterwerk ist er wohl auch nicht. Für Fans von Keanu Reeves, oder von denen die auf mystische Heldengeschichten stehen, ist der Film empfehlenswert. Ich hatte nicht das Gefühl enttäuscht worden zu sein, aber sonderlich beeindruckt war ich hinterher auch nicht. Will man etwas Gutes erzählen, folgt einfach zu oft ein „aber“. Ich habe nicht sehr viel von dem Film erwartet und wurde somit auch nicht enttäuscht. Ein wenig mehr Action hätte ich nach dem Trailer vermutet. Insgesamt ein entspannter Fernsehabend. Habe schon viel Schlimmeres gesehen 🙂

Film47 Ronin
Genre:Fantasy
Abenteuer
FSK-Angabe:12
Erscheinungsdatum Kino:2014-01-30
Erscheinungsdatum DVD:2014-05-27
Filmlänge:118
Produzenten:Scott Stuber
Pamela Abdy
Eric McLeod
Regisseur(e):Carl Erik Rinsch
Schauspieler:Cary-Hiroyuki Tagawa
Jin Akanishi
Rinko Kikuchi
Tadanobu Asano
Kō Shibasaki
Hiroyuki Sanada
Keanu Reeves

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