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John Wick, mit Keanu Reeves – Filmkritik

John Wick

Keanu Reeves ist zurück. Diesmal rettet er ausnahmsweise mal nicht die Menschheit vor Maschinen, den Teufel oder Außerirdischen, nein diesmal ist er einfach nur ein schießwütiger Killer. Ja, ihr lest richtig, der kühne Held, als den ich ihn immer gesehen habe, spielt nun einen zur Ruhe gesetzten Auftragskiller.

Der Film ist wohl ein purer Actionfilm, der den Geschmack vieler treffen könnte. John Wick gibt sich im Film echt hart und cool und ziemlich professionell.

Die Geschichte von John Wick

Ich tu mir grad echt schwer, die Geschichte des Films zu erklären, ohne den gesamten Film zu erzählen. Im Grunde ist John Wick ein Mann, dessen Frau verstoben ist. Er ist allein und bekommt per Kurier einen Hund zugestellt. In der Box des Hundes eine Nachricht seiner verstorbenen Frau, die ihm den Welpen schenkt, damit er über den Verlust hinweg kommt. Seine Frau war krank und wusste, dass sie sterben würde.

Und es kommt, wie es kam, dass John Wick mit seinem 69er Shelby Mustang GT (ein Auto) eine Spritztour macht, um sich abzureagieren. Auf einer Tankstellte wird er von ein paar gefährlichen Russen angepöbelt, die sein Auto wollen, zumindest einer von denen. Er will es nicht verkaufen und lässt sie stehen. Doch dann in der Nacht wird er überraschend überfallen und sein Auto gestohlen… in jener Nacht passiert noch mehr, was ich hier nicht verraten möchte.

Und ab da, beginnt eine bis zum Ende gehende Racheaktion. Action bis zum Ende.

Der Film an sich

Ich sag mal so, es ist ein ziemlich moderner Rambo, oder vielleicht ein neumodischer Schwarznegger-Film. Die Geschichte finde ich ehrlich gesagt ziemlich einfallslos und fragwürdig. Das Motiv seiner Rache, ist schon eher banal. Bis auf ein paar Elemente, z.B. dieses neutrale Hotel, wo sich Auftragsmörder an einem Kodex halten und sich dort gegenseitig nicht anrühren, ist die Handlung schon eher sehr flach. Die Dialoge sind spärlich vorhanden und meist dann auch eher knapp. Dennoch wirkt John Wick, so wie er wirken sollte. Es kommt ein gewisse Flair rüber.

Kann mir vorstellen, dass sowas in den 90-er super angekommen wäre. Die Actionszenen sind super choreographiert (sagt man das so?). John Wick ballert um sich und erledigt so ziemlich jeden mit Kopfschüssen und viele sehr moderne Bewegungen und Aufnahmen wurde eingebaut. Da könnte man sogar ein Trinkspiel auf jeden Kopfschuss machen, nur würde man nach nicht mal die Hälfte des Films unterm Tisch liegen. Vermutlich tötet er in diesen Film mehr Leute als Rambo zu seinen besten Zeiten. Dennoch ist der Killer auch verletzlich und Autos explodieren mal ausnahmsweise nicht direkt bei der ersten Berührung.

Was gut gemacht ist, ist, dass in diesem Film alle so hart und dennoch nicht dumm/primitiv rüber kommen. Das ist bei so realistisch gemachten Actionfilmen in letzter Zeit selten. Ansonsten sind die Kulissen und die anderen Schauspieler, abseits von Keanu Reeves, obwohl doch namhaft kaum erwähnenswert. Leider.

Geschichte und Handlung: 4/10
Dialoge: 4/10
Ton und Musik: 6/10
Kamera und visuelle Effekte: 7/10
Schauspieler: 6/10
Kulisse und Kostüme: 6/10
Erwartungshaltung erfüllt: 5/10
Gesamtbewertung: 5.43

Fazit zum Film

Ich habe vielleicht etwas mehr Ansprüche an Unterhaltung, als wildes Rumgeballere, wo man möglichst genau sieht, wie die einzelnen Kontrahenden erledigt werden. Ich will nicht sagen, dass der Film schlecht ist, immerhin haben die Produzenten mit nur 20 Millionen Ausgaben 79 Millionen alleine an Kinotickets verdient. Der Actionstar kommt gefährlich rüber und erledigt alle sehr präzise. Dennoch sehe ich keinen Grund mir diesen Film zwei Mal anzusehen, weil dieser einfach irgendwie zu flach ist.

FilmJohn Wick
Genre:Action
FSK-Angabe:16
Erscheinungsdatum Kino:2015-01-29
Erscheinungsdatum DVD:2015-05-28
Filmlänge:101
Produzenten:David Leitch
Regisseur(e):Chad Stahelski
Schauspieler:Willem Dafoe
Adrianne Palicki
Ian McShane
Alfie Allen
Michael Nyqvist
Keanu Reeves

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