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Der Medicus – bildgewaltiger Film aus Deutschland

Der Medicus - deutscher Film

Ein bildgewaltiger Abenteuerfilm, der einen in die Welt des Orients um 1000 n. Christus entführt. Nach dem ich diesen Film gesehen habe und nun hier eine Filmkritik darüber schreibe, kann ich es kaum fassen, dass es sich um eine deutsche Produktion handelt. Ein Abenteuerepos, wie Hollywood ihn kaum besser hätte machen können, dass ist dem deutschen Reggiseur Philipp Stölzl und seinem Team hier gelungen. Ja, ich schwärme schon vom Film noch bevor ich richtig auf ihn eingegangen bin. Wer sich eine DVD- oder Blueraysammlung anlegt, sollte sich diesen Streifen auch da rein packen, denn Der Medicus gehört dazu.

 Die Geschichte des Medicus

Es beginnt in Britanien 1100 nach Christus in einem armen Dorf. Dem jungen Rob Cole (gespielt von Tom Payne), stirbt eines Nachts ganz plötzlich die Mutter. Er kann ihr nicht helfen, auch der im Dorf zufällig vorbeifahrende Bader (Stellan Skarsgård, er spielte „Stiefelriehmen Bill“ Turner im Fluch der Karibik), konnte nicht mehr helfen. Sie war unheilbar an der Seitenkrankheit erkrankt (stellt sich später als Blinddarmentzündung raus). Ein Bader war damals, so etwas wie ein frei umherfahrender Arzt, der den Menschen Zähne zog, Amputationen durchführte und leichte Krankheiten heilte. Die Kinder, 3 an der Zahl die keinen Vater mehr hatten und nun auch keine Mutter, wurden anschließend getrennt und vergeben an andere Familien. Keiner wollte aber den schon ca. 10 jährigen Rob haben, weil er zu viel Essen kosten würde. Darauf hin war er auf sich allein gestellt. Er rannte dem Bader hinter her und dieser nahm in bei sich auf. So reiste er mit dem Bader mit, bis er erwachsen war und lernte bei ihm, einiges über das Heilen. Auf seinen Reisen erblindete der alte Bader fast und sie fuhren zu jüdischen Heilern in der Nähe, die ihn heilen konnten. Das beeindruckte den jungen Rob Cole, sodass er unbedingt erfahren wollte, wo sie das gelernt haben. Diese erzählten ihm von einem Ort namens Isfahan im Orient, wo ein gewisser Ibn Sina (von Ben Kingsley gespielt) eine Schule hat und Medizin lehrte. Angeblich der beste Gelehrte der Welt auf seinem Gebiet.

Ab dann wollte Cole unbedingt da hin und das erlernen, er wusste nicht mal, wo das ist und schon gar nicht, dass die Welt weiter geht als London. Es fängt für ihn eine Weltreise an, er kommt nach Strapazen dort und muss sich mit kulturellen Unterschieden, mit religiösen Unterschieden und mit Liebeskummer durchkämpfen. Er wird ein guter Schüler und geht über Grenzen, über seine, über die gesetzten und vielleicht sogar zu weit.

Der Film an sich

Dieser Film ist bildgewaltig, und die Schauplätze und Kulissen überzeugen in jeder Hinsicht. Sie es die orientalischen Orte, die englischen Dörfer oder Innenleben von Paläste und Häusern. Man kann den Film, was die Schauplätze anbelangt, sicher mit der Qualität vom Gladiator, das Parfum oder Joan of Arc. Der Film zeugt auch mit Klasse in der Vertonung. Die Charaktere wirken sehr authentisch und die Schauspieler sind wirklich gut. Ben Kingsley und der Hauptdarsteller Tom Payne sind grandios. Man kann mit den Charakteren mitfühlen, teilweise Gänsehautstimmung. Man versteht, warum Rob Cole so sehr mehr will, als er darf. Man bekommt ein gutes Gefühl für diese Zeit, wo Religion und das Streben nach Macht Wissen und Bildung behinderte. Der Film kann in allem überzeugen und aus der eher trockenen Materie, macht der Film einen spannenden Streifen. Das einzige ist, dass er etwas lang ist, mit knapp 2,5h Länge ist dieser doch eher lang, aber zu keiner Zeit mühsam oder anstrengend anzusehen.

Geschichte und Handlung: 8/10
Dialoge: 9/10
Ton und Musik: 9/10
Kamera und visuelle Effekte: 10/10
Schauspieler: 9/10
Kulisse und Kostüme: 10/10
Erwartungshaltung erfüllt: 9/10
Gesamtbewertung: 9.14

Mein Fazit

Ein genialer Film, mit super Schauplätzen, der einem wirklich was fürs Auge bietet. Durch die gute schauspielerische Leistung und den guten Dialogen bietet der Film auch einiges fürs Herz. Man wird mitgerissen und verzaubert. Alles zusammen, kann man den Film durchaus empfehlen und gehört wohl ins Regal, bzw. in die Kategorie „sollte man mal gesehen haben“. Respekt an den Regisseur, der damit nun aufzeigt und zeigt, dass nicht nur Hollywood Blockbuster machen kann.

FilmDer Medicus
Genre:Abenteuer
FSK-Angabe:ab FSK ab 12 freigegeben
Erscheinungsdatum Kino:25.12.2013
Erscheinungsdatum DVD:15.05.2014
Filmlänge: Minuten
Produzent:Wolf Bauer
Regisseur:Philipp Stölzl
Schauspieler:Ben Kingsley
Tom Payne
Emma Rigby
Stellan Skarsgård
Olivier Martinez

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5 Kommentare auf "Der Medicus – bildgewaltiger Film aus Deutschland"

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