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Der Marsianer – Rettet Mark Watney – Filmkritik

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Wir haben uns diese Woche Den Marsianer im Kino angeschaut. Der Film wurde ja hoch gelobt überall und auch wir haben relativ schwärmend darüber berichtet, bevor er ins Kino kam. Nun hatten wir wieder etwas Zeit und wollten diesen natürlich auch sehen.

Der Marsianer – Rettet Mark Watney ist ein Weltraum-Sci-Fi-Film von Ridley Scott. Der Regisseur ist einer der größten in der Szene und für diesen Film hat er auch wahre Größen gecastet: Matt Daemon in der Hauptrolle, dann Jessica Chastain, Kate Mara, Michael Peña, Chiwetel Ejiofor, Sean Bean und Donald Glover.

So viel schon mal vor ab, das ist wohl einer der besten Filme, die ich in diesem Weltram-Sci-Fi-Genre gesehen habe. Warum? Das könnt ihr weiter unten in unserer Kritik lesen:

Die Geschichte von Der Marsianer

Der Film wurde nach einem Roman von Andy Weir gemacht. Eine Astronauten-Crew ist auf dem Mars und hat die Aufgabe dort eine Station zu leiten. Doch nach wenigen Tagen zieht ein so heftiger Sturm auf, dass sie die Mission unterbrechen müssen und schnellst möglich den Planeten verlassen müssen. Bei der Notevakuierung passiert es, dass sie den Astronauten Mark Watney (Matt Daemon) zurück lassen müssen. Er wird von einem Wrack-Teil der Station getroffen und vom Sturm weg geweht. Die anderen sehen ihn nicht mehr und müssen abfliegen, da sonst gedroht hätte, dass die Rakete aufgrund des starken Windes umgekippt wäre.

Die NASA erfährt natürlich davon und muss auch die Öffentlichkeit davon informieren. Man erklärt den Astronauten für tot und auf der Erde findet ein Begräbnis statt. Doch Mark starb gar nicht, er überlebte verletzt. Das Problem? Er war allein, die Kommunikation zur Erde war zerstört, zu Beginn sogar verletzt, die Crew befand sich auf dem Weg zur Erde in einem fast einjährigen Flug und die nächste Mars-Mission wäre erst in 4 Jahren gewesen. Doch nicht nur das, die Verpflegung, die noch auf der Marsstation da war, reichte nicht ansatzweise für diesen Zeitraum aus. Der Planet nicht gerade geeignet zum Leben und er war auf sich allein gestellt. Es galt als aller erstes die Erde zu kontaktieren und dann zu versuchen sein eigenes Überleben so lang wie möglich zu sichern, bis hoffentlich eine Rettungsmission initiieret werden würde.

Alles gar nicht so einfach, weil die NASA es tunlichst vermeiden wollte, mit dem Satelliten Fotos von der Station zu machen, weil sie es vermeiden wollte, dass der tote Astronaut im Sand die Öffentlichkeit dargestellt wird. Sie waren immerhin auf Geldern angewiesen für weitere Missionen. Auf dem Mars verrottet eine Leiche nicht. Sie wollten abwarten, bis Sand hoffentlich die Leiche zugeschüttet hätte.

Kritik zum Film: Der Marsianer

Wie oben schon erwähnt, hat uns der Film sehr gut gefallen. Das hat mehrere Gründe. Zum einen spielt Matt Daemon und die übrigen Schauspieler wirklich gut. Ganz besonders ist aber die Leistung von Matt Daemon hervorzuheben. Der Mann spielt fast den ganzen Film allein und hat kaum Interaktionen zu anderen Personen, dennoch füllt er diesen Film richtig auf. Er ist witzig und intellektuell, er ist diszipliniert und verkörpert wie kaum ein Schauspieler in einem Film den Willen zum Überleben, aber nicht unbedingt wegen ihm selbst, sondern wegen einer Sache, wie er sie nennt, die größer ist als er selbst.

Man sieht einen Mann, genauer Botaniker und Astronaut, in einer hoffnungslosen Situation. Der erste Mensch allein auf einem unwirtlichen Planeten, ohne ausreichend Ressourcen, ohne Kontaktmöglichkeit, ohne Ahnung ob Rettung überhaupt je kommen würde und er schafft es dann dennoch trotz etlicher Rückschläge, die jede einzeln sein Tod bedeuten hätte können, irgendwie stark zu bleiben und all dem zu trotzen. Ich glaube selten einen Film gesehen zu haben, bei dem man so unbewusst und bewusst mit fiebert und sich über jeden kleinen Erfolg von ihm so freut, aber auch über jeden Rückschlag sich so ärgert. Das hat Ridley Scott wirklich gut zur Geltung gebracht.
Wie er dabei seinen Humor nicht vergisst, wie dieser sich Gedanken über das Leben und die Menschheit macht, aber auch wie andere zu ihm halten.

Die anderen Schauspieler und die Handlung von der Erde aus weg, als auch von den anderen Schauspielern ist relativ sekundär, wichtig, aber in den einzelnen Abschnitten eher schnell. Es passieren im Film viele kleine Einzelhandlungen und der Film ist dadurch eher lang, mit knapp über zwei Stunden. Das wird auch der Grund sein, warum den anderen Charakteren im Film wenig Entfaltungsmöglichkeiten blieben, da einfach zu viel in den Film hat reinpassen müssen. Das war vielleicht der einzige etwas kleine Punkt, den man bemängeln könnte. Die Dialoge der anderen kommen eben etwas knapp rüber und man kann keinen der anderen Schauspieler, obwohl mir viele von denen gut gefallen, hervorheben.

Der Marsianer war gar nicht langweilig, wirkte sogar sehr realitätsnah und hat vom technischen her wohl tadellos geklappt. Die Inszenierung und die Spannung wurde gut von den Schauspielern getragen, sodass man keine besondere Filmmusik benötigte. Das ist auch eher selten und positiv.

Technische Aspekte:
Ton und Musik: 8/10
Kamera und visuelle Effekte: 10/10
Kulisse und Kostüme: 9/10
Schauspielerische Leistung:
Schauspieler: 9/10
Film und Drehbuch:
Geschichte und Handlung: 10/10
Dialoge: 9/10
Genrevergleich und Erwartungshaltung:
Dem Genre entsprechend: 9/10
Erwartungshaltung erfüllt: 10/10
Filmalter: - 0
Gesamtbewertung: 9.33/10

Fazit zum Film Der Marsianer – Rettet Mark Watney

Wir gingen mit großen Erwartungen rein und wurden nicht enttäuscht. Der Film hat eine interessante Spannungskurve, da er immer wieder sehr spannend wird und zwischendurch mit Witz und interessanten Überlegungen, leichten philosophischen Ansätzen den Zuschauer schafft über die relativ lange Dauer konstant gefesselt zu halten. Die Geschichte ist spannend der Film gut umgesetzt. Ich glaube für Fans, auch für Nichtfans von Weltraumfilmen kann man hier nur eine sehr klare Empfehlung abgeben. Der Film ist unserer Meinung sogar besser als Interstellar und auch viel besser als Gravity.
Schaut ihn euch an, ihr macht sicher nichts falsch. Ein Film wie dieser gehört in die Sammlung, wenn er auf DVD / Blu-Ray raus kommt.

FilmDer Marsianer - Rettet Mark Watney
Genre:Science-Fiction
FSK-Angabe:ab FSK ab 12 freigegeben
Erscheinungsdatum Kino:08.10.2015
Erscheinungsdatum DVD:18.02.2016
Filmlänge:130 Minuten Minuten
Produzent:Ridley Scott, Mark Huffam, Simon Kinberg
Regisseur:Ridley Scott
Schauspieler:Matt Damon
Jessica Chastain
Kate Mara
Michael Peña
Chiwetel Ejiofor
Sean Bean
Donald Glover

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4 Kommentare auf "Der Marsianer – Rettet Mark Watney – Filmkritik"

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31. Dezember 2015 17:15

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