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Ich darf nicht schlafen – Filmkritik

Ich darf nicht schlafen - Filmtrailer

Der Film klingt ja fast wie ein Motto meines Lebens 🙂 (ja, ich schlaf zu wenig^^). Abgesehen von dem, kam ich zu diesem Film eher unerwartet, man hat ihn mir quasi „aufgezwungen“, ehrlich. Ca. so: man wartet 10 Tage auf einen Onlineversand einer Videothek, der nicht daher kommt, ein anderer geht für dich zur Videothek mit einer Liste von 8 Filmen und bringt dann einen mit, der nicht drauf stand, weil die Videothek-Verkäuferin meinte, der sei gut. So kommt man zu „ich darf nicht schlafen“, ein Thriller mit Nicole Kidman. Tja, aber der Film war echt nicht schlecht, das mal vorab gesagt.

Die Handlung von Ich darf nicht schlafen

Eine Frau, Cirstine (Nicole Kidman), steht auf und ist überrascht, sie selbst zu sein. Sie ist plötzlich 40 und erinnert sich nicht mehr an die letzten Jahre. Sie lebt mit jemandem (Colin Firth) zusammen, den sie nicht kennt, bzw. sich nicht erinnern kann. Er erklärt ihr ihr Leben durch Fotos, dass sie alles vergisst, was sie erlebt und jeden Tag aufs Neue alles erklärt bekommen muss. Eine Geschichte ähnlich wie in 40 erste Dates. Doch dann läutet das Telefon, ihr Therapeut, den sie natürlich auch nicht kennt, ist dran und der sagt ihr, wo sie eine Fotokamera versteckt, mit der sie sich selbst Nachrichten aufnimmt.

Christine versucht sich zu erinnern, trifft sich heimlich mit dem Therapeuten und beginnt die Erinnerungsfetzen, die ihr nach und nach kommen zu zuordnen. Doch jede Nacht raubt ihr komplett die Erinnerung… das erklärt den Filmtitel 😉 Den Rest möchte ich nicht verraten, aber die Geschichte bleibt spannend und bietet viel bis zum Schluss.

Der Film als Solches

Es ist eine Romanverfilmung und alle, die den Roman gelesen haben, meckern natürlich über den Film, wie bei jeder Buchverfilmung. Sei es drum, ich gebe nicht viel auf solche Meinungen. Ein Buch ist ein Buch, ein Film ist ein Film. Das kann man so nicht miteinander vergleichen.

Bei dem Film steigt man direkt ins Geschehen ein. Keine Vorgeschichte, kein Aufbau. Der Spannungsbogen, wie man in Kritiken so schön liest, baut sich direkt zu Beginn auf und steigt bis zum Schluss gut an. Der Film ist alles andere als langweilig gemacht, man schaut gefesselt und gespannt zu, was denn als nächstes passiert. Ein leichtes Psychofeeling hat die ganze Zeit. Vor allem auch die vielen unerwarteten Geschehnisse machen den Film sehr gut. Es sind kaum Leute vorhanden, bis auf die Hauptcharaktere und dennoch scheint der Film auch nicht mehr zu brauchen.  Von der Handlung und der Geschichte kann man nur sagen: Top. Die Schauspieler spielen alle samt gut und auch Colin Firth (kennt man aus The Kings Speech, wo er eine Traumrolle hatte), ist unerwartet gut in so einer Rolle. Nicole Kidman wird ihrem Namen nur gerecht.

Die Dialoge wirken ein wenig wie Fragmente aus dem Buch und nicht immer wirklich rund, aber durchaus ausreichend, um nicht schlecht zu wirken.

Sonst von der Vertonung und vom Bild war ich nicht besonders angetan, hätte man dramatischer machen können. Der Film war überraschend gut, im Vergleich zu der kaum auftauchenden medialen Resonanz.

Geschichte und Handlung: 10/10
Dialoge: 8/10
Ton und Musik: 6/10
Kamera und visuelle Effekte: 6/10
Schauspieler: 9/10
Kulisse und Kostüme: 8/10
Erwartungshaltung erfüllt: 10/10
Gesamtbewertung: 8.14

Fazit zum Film Ich darf nicht Schlafen.

Ich fand den Film gut, besser als erwartet. Spannend, gute Geschichte, Wendungen darin und relativ kurzweilig. Der Film ist nicht kompliziert gemacht, wenige Schauplätze und Charaktere, aber dafür diese überzeugend und damit kommt er gut aus. Es wird nie der Kassenschlager schlecht hin, aber es ist zumindest mal was anderes, was sich lohnt an zu schauen. Man hätte mehr draus machen können, aber auch damit kann man zufrieden sein und man hat hinterher nicht das Gefühl die Zeit verschwendet zu  haben.

FilmIch.Darf.Nicht.Schlafen.
Genre:Drama
Thriller
FSK-Angabe:ab FSK ab 12 freigegeben
Erscheinungsdatum Kino:13.11.2014
Erscheinungsdatum DVD:26.03.2015
Filmlänge:89 Minuten Minuten
Produzent:Mark Gill
Regisseur:Rowan Joffe
Schauspieler:Nicole Kidman
Colin Firth
Mark Strong

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9 Kommentare auf "Ich darf nicht schlafen – Filmkritik"

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