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Still Alice – Mein Leben ohne Gestern – Filmkritik

Still Alice - Mein Leben ohne Gestern

Wenn man mal richtig gut drauf ist und man möchte das ändern, dann kann man sich diesen Film ansehen: Still Alice – Mein Leben ohne Gestern. Der Film handelt um eine Frau, die an Alzheimer erkrankt. Julianne Moore spielt die Hauptrolle und neben Ihr Alec Baldwin als ihr Ehemann. Julianne Moore hat einen Oscar erhalten für diese Rolle.

Wir haben uns den Film gestern angeschaut auf DVD von Videobuster. Nun folgt wie immer die Filmkritik vom Film. Der Film ist gut, auf jeden Fall sehr bewegend.

Die Handlung von Still Alice

Die Linguistik-Professorin Dr. Alice Howland (Julianne Moore) hat drei erwachsene Töchter und einen Ehemann (Alec Baldwin), der Physiker ist. Sie haben alles, was sie brauchen. Sie ist sehr angesehen und hält Vorträge an den größeren Universitäten. Plötzlich beginnt sie kleine Dinge zu vergessen, Wörter entfallen ihr und sie hält das für verdächtig. Sie geht zu einem Neurologen und dieser diagnostiziert Alzheimer.

Sie erzählt es ihren Kindern und auch diese lassen sich testen, ob die genetisch bedingte Krankheit, auch an ihnen weiter gegeben wurde. Man sieht im Film das Fortschreiten der Krankheit, Szenen in denen das Vergessen immer mehr einsetzt und wie die ansonsten so sprachgewandte Frau langsam aber sicher ihre Identität verliert.

Der Film an sich

Filme mit Oscars sind immer so eine Sache. Manchmal sind diese einfach nur anstrengend. Julianne Moore hat sehr gut gespielt und den Oscar mehr oder weniger verdient. (Ich hätte ihn eher Rosamund Pike vergeben für ihre Rolle in Gone Girl). Der Film ist bis zur Hälfte, bis zu der sehr bewegenden Ansprache von Alice an einer Alzheimer-Konferenz, wirklich gut gemacht. Man sieht sehr detailliert, wie sie von der Krankheit erfährt, man hat ein Gefühl für die Familie bekommen und man sieht den Beginn der Krankheit sehr beeindruckend. Dennoch ist die Geschichte sehr knapp und ich musste mich stark zurück halten, um nicht in den obigen Zeilen, nicht den kompletten Inhalt darzulegen.

Man bekommt im Film ein Gefühl von Dankbarkeit, dass man selbst gesund ist. Mit der Frau möchte man wirklich nicht tauschen und man ist froh, wenn man jemanden hat, wie Alice in dem Film, der einem zur Seite steht, wenn es mal hart auf hart kommen sollte. Dennoch flacht der Film ab der Hälfte viel ab. Das Voranschreiten der Krankheit wird zu wenig detailliert dargestellt. Die Zeitsprünge werden immer schneller und irgendwie wird der Film zum Schluss hin langweilig. Der Film hätte einfach etwas ausgebaut gehört, um ne gute halbe Stunde.

Die Vertonung war ganz gut. Die musikalische Untermalung war teilweise etwas theatralisch, aber sie erzeugte den nötigen Effekt.

Geschichte und Handlung: 7/10
Dialoge: 9/10
Ton und Musik: 8/10
Kamera und visuelle Effekte: 9/10
Schauspieler: 9/10
Kulisse und Kostüme: 8/10
Erwartungshaltung erfüllt: 8/10
Gesamtbewertung: 8.29

Fazit zum Film Still Alice

Der Film ist bewegend und macht einen etwas nachdenklich. Es wird auf eine sehr eindrucksvolle, und das im negativen Sinn, Art und Weise dargestellt, wie schlimm diese Krankheit ist. Die Schauspieler sind alle ziemlich gut, Julianne Moore besonders. Dennoch schafft der Film nicht über die volle Länge diesen Zustand aufrecht zu halten. Es fehlen einfach mehr Details oder etwas gewieftere Szenen. Etwas mehr Länge und ein besserer Schluss hätten dem Film gut getan.

Man kann den Film sehr empfehlen, aber gute Laune macht der Film sicher nicht. Dennoch, man sollte ihn ein mal gesehen haben.

FilmStill Alice – Mein Leben ohne Gestern
Genre:Drama
FSK-Angabe:0
Erscheinungsdatum Kino:2015-03-05
Erscheinungsdatum DVD:2015-07-16
Filmlänge:96
Produzenten:James Brown
Lex Lutzus
Pamela Koffler
Regisseur(e):Richard Glatzer
Wash Westmoreland
Schauspieler:Hunter Parrish
Shane McRae
Alec Baldwin
Kristen Stewart
Julianne Moore

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