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Kingsman: The Secret Service – Filmkritik

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Vor kurzem haben wir über die Veröffentlichung auf DVD/Blu-Ray von Kingsman the Sceret Service berichtet. Nun haben wir uns den Film auch angeschaut. Es handelt sich um eine Marvel-Verfilmung des Comics Kingsman. Mir sagte der bis dato gar nichts, aber als kleiner Fan dieser Verfilmungen, musste ich mir auch diesen anschauen. Samuel L. Jackson spielt den Bösewicht, Colin Firth (der Hauptdarsteller) einen der Kingsman, der besonderen Gentleman im Anzug, die sich ihm entgegen zu stellen versuchen, um die Welt zu retten.

Hier nun die Kritik zum Film:

Die Geschichte der Kingsman

Die Kingsman sind ein Bund von Geheimagenten, die keiner Regierung unterliegen und über alles erhaben sind. Sie agieren nach Moral und für die Menschheit. Sie sind nur sich selbst verpflichtet und handeln und reden wie wahre Gentleman. Ursprünglich kommen sie aus dem Schneidergewerbe und schneiderten Anzüge für die größten und wichtigsten Personen der Welt, bis sie einst sich entschließen die Geschichte selbst zu beeinflussen.

Cloin Firth (aka Galahad), wird bei einem Einsatz von einem seiner Kollegen gerettet. Dieser schmeißt sich auf eine Granate und rettet, den im Raum anwesenden Personen das Leben. Galahad verabreicht der Witwe nur eine Medaillie und kann ihr sonst nichts besonderes bieten als Entschädigung, denn diese wollte aus Trauer und Wut nichts anderes annehmen. Der Sohn der Witwe „Eggsy“, gespielt von Taron Egerton bekommt das als kleiner Junge mit. Danach vergehen etliche Jahre und ein weiterer Kingsman kommt bei einem Einsatz ums Leben. Es galt nun einen Nachfolger zu finden für den verstorbenen Kollegen mit dem Codenamen Lancelot. Daraufhin wurden einige junge und vielversprechende Talente von den anderen Kingsman empfohlen und für ein gefährliches „Bewerbungsgespräch“ angeworben. Unter anderem empfahl Galahad den inzwischen im jugendlichen Alter angelangten Eggsy.

Während des längeren Auswahlverfahrens ermittelten die Kingsman, um herauszufinden wer den Kollegen getötet hatte und warum. Sie kommen dem brillanten Wohltäter Richmond Valentine, Samuel L. Jackson, langsam auf die Spur und es beginnt eine actiongeladene und teilweise witzige, bis gar skurrile Verfolgungsjagd, um den Schurken zu stellen und die Welt zu retten.

Der Film an sich

Es ist kein typischer Marvel-Film. Der Bösewicht hat einen sehr amüsanten S-Fehler, die Kingsman sind wahre Gentleman, die mehr als ein James Bond schon fast ins kitschige übergehen. Die Kampfszenen sind sehr gut gemacht und haben einen sehr interessanten Kamerastil, aber sie gleiten schon fast in Richtung Splater-Movie um. (Splatter sind diese Horror-Filme, bei denen exzessive Gewalt und Blut-Szenen zu sehen sind.) Die Kingsman sind sehr präzise im Ausschalten der Gegner, aber man sieht das auch relativ genau in dem Film. Zum Schluss hin, wo gewisse Implantate in Köpfen der Menschen explodieren wird das nur mehr als „Feuerwerk“ dargestellt, was vermutlich auch besser war.

Der Film beginnt sehr ernst und edel und wird zum Schluss hin nur mehr kitschig und auch leicht trashig, wegen den oben genannten Szenen. Aber auch die schon fast parodiereiche Szene, wo ein quasi „Bondgirl“, in dem Fall die schwedische Prinzessin, sich dem Kingsman verspricht, wenn dieser die Welt rettet, mit sehr anzüglichen und irgendwie billigen Sprüchen, trägt dazu bei. So auch das edle McDonalds-Dinner. Es ist eben kein typischer Agentenfilm und kein typischer Marvel-Film.

Samuel L. Jackson macht eine echt coole Figur. Ein Bösewicht, der die Welt dezimieren will und gleichzeitig niemanden töten will und dem schlecht wird bei Blut 🙂 Colin Firth ist ein gelungener Kingsman. Hingegen der junge Taron Egerton, macht nur zu Beginn eine gute Figur, zum Schluss hin fand ich ihn eher langweilig. Die anderen Darsteller im Film sind ok, aber auch nicht irgendwie besonders.

Kamera und Filmschnitt sind ziemlich gut, Vertonung ganz ok, kein musikalisches Highlight. Die Geschichte ist ein wenig seltsam und insgesamt nicht sehr ausgeklügelt.

Geschichte und Handlung: 8/10
Dialoge: 8/10
Ton und Musik: 7/10
Kamera und visuelle Effekte: 9/10
Schauspieler: 9/10
Kulisse und Kostüme: 7/10
Erwartungshaltung erfüllt: 7/10
Gesamtbewertung: 7.86

Fazit zum Film Kingsman

Der Film ist eine gelungene Komödie, vielleicht hätte man sie auch als solche vermarkten sollen. Man lacht, fühlt sich amüsiert, aber wenn man etwas anderes erwartet hatte, so wie ich, ist man nicht ganz so überzeugt. Wäre es keine Marvel-Verfilmung fände man den Film eher durchschnittlich. Die einzelnen Charaktere sind witzig und unterhaltsam, man darf sich jetzt nun keine Logikfragen zur Handlung und Geschichte stellen, einfach nur das Hirn etwas zurück fahren und lachen. Dann ist der Film durchaus sehenswert. Vergleicht man ihn mit anderen Marvel-Verfilmungen so kommt er eher Guardians of the Galaxy am nächsten.

FilmKingsman: The Secret Service
Genre:Action
Komödie
FSK-Angabe:ab FSK ab 16 freigegeben
Erscheinungsdatum Kino:12.03.2015
Erscheinungsdatum DVD:23.07.2015
Filmlänge:124 min Minuten
Produzent:
Regisseur:Matthew Vaughn
Schauspieler:Colin Firth
Samuel L. Jackson
Mark Strong
Taron Egerton
Michael Caine

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7 Kommentare auf "Kingsman: The Secret Service – Filmkritik"

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[…] Kingsman: The Secret Service (2015) (zur Filmkritik) […]

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[…] Und das Beste für nächste Woche kommt wohl zum Schluss: The Last Witch Hunter. Vin Diesel kämpft gegen Monster, Hexen und andere Dämonen in der Neuzeit. Also der Trailer hat mich etwas weggehauen. Das nenne ich mal wieder einen echt coolen Film. Er ist unsterblich und bekämpft das Böse, genauer gesagt Hexen. An seiner Seite Elijah Wood (Frodo Beutlin aus Herr der Ringe) und Rose Leslie (aus Game of Thrones) und dann auch noch Michael Caine (Prestige, The Dark Knight, Interstellar, Kingsman: The Secret Service). […]

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31. Dezember 2015 18:12

[…] Marvel-Verfilmungen: Ant-Man, Avengers: Age of Ultron und Kingsman the Secret Service. Vor allem Ant-Man war unerwartet gut und witzig. Avengers Age of Ultron toppte sogar den schon […]

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[…] Jones. Ihr Ex im Film Colin Firth (The King’s Speech, Gambit, Ich. darf. nicht. schlafen. , Kingsmen: The Secret Service) ist auch wieder da und dann ein neuer Verehrer: Patrick Dempsey (Grey’s Anatomy, Verliebt in […]

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[…] Es spielen wieder: Jesse Eisenberg (The Social Network, Batman vs Superman: Dawn of Justice, Die Unfassbaren), Mark Ruffalo (Spotlight, Avengers: Age of Ultron, Zodiac), Woody Harrelson (Triple 9, Die Tribue von Panem, 2012), Dave Franco (Bad Neighbours, 21 und 22 Jumpstreet, Warm Bodies), Daniel Radcliffe (Harry Potter, Viktor Frankenstein, Dating Queen), Morgan Freeman (Batman Begins, R.E.D, Last Kinghts, London has Fallen) und auch noch Lissy Caplan (The Interview, Cloverfield)  und Jay Chou (The Green Hornet), Michael Caine (Batman Begins, Kingsman: The Secret Service). […]

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[…] Wolfe.Gespielt wird der Lektor von Colin Firth (The King’s Speech, Ich.darf.nicht.schlafen, Kingsman: The Secret Service). Jude Law ist Thomas Wolfe (Spy – Susan Cooper Undercover, Sherlok Holmes) und ebenso […]

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