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The Wolf of Wall Street – die Geschichte von Jordan Belfort

The wold of wall street

Der Motivator, der extravagante, brillante und überzeugende Jordan Belfort und sein berauschendes Leben, gespielt von Leonardo DiCaprio. Ja, so gut ist es, wie man es so eben gelesen hat, oder vielleicht sogar noch besser. Man schaut sich den Trailer an und meint, es handle sich um die Geschichte eines Börsengurus. Klingt auf Anhieb nach einer eher trockenen Materie, gespickt von Zahlen, Börsenkursen und Charts. Doch irgendwie scheint das Geld an der Börse seine ganz eigenen Wege in die Taschen der Gurus zu haben.

Nein, es ist weder Mathematik, noch Statistik, worum es hier geht. Es geht ums Verkaufen, um sich zu verkaufen, seinen Erfolg zu vermarkten und ein Image aufzubauen und einem Mann, der das bis an die Spitze trieb.

Handlung des Films und Hintergrund

Es ist die Geschichte basierend auf dem Leben von Jordan Belfort, gespielt von Leonard DiCaprio, einem jungen Amerikaner, der sich das Ziel setzte an der Wall Street Börsenmakler zu werden. Er schaffte es in die damals renommierte Bank Rothschild zu arbeiten und durfte an der Seite des vollkommen überdrehten Marka Hanna (Matthew McConaughey) tätig sein. Dieser führte ihn ein in die Welt der Börse und zeigte ihm, dass es nicht um zufriedene Kunden geht, sondern ums schnelle Geld, gemacht durch Provisionen. Und weil das Geldverdienen so hart ist, muss man es während dessen richtig krachen lassen, damit man es geistig auch verkraftet, diesen ständigen Erfolgsdruck.

Am Tag, wo er endlich seine Lizenz zum Börsenmakler bekommen hätte , kommt ein großer Börsencrash und die Bank schließt. Er ist plötzlich ganz unten und muss klein anfangen. Dabei entdeckt er ein lukrativeres Provisionsgeschäft in Kleinaktien, quasi die Aktien des kleinen Mannes. Da kann Jordan Belfort sein Talent voll ausspielen und bringt Unmengen von diesen an den Mann. Kurz darauf wird er selbständig, macht seine eigene Firma auf und sein Erfolg beginnt.

Er versteht, dass beim Verkaufen diverser Produkte, es nicht so sehr darum geht, was man verkauft, sondern wie man es verkauft. Er baut sich ein Image auf, er motiviert die eigenen Mitarbeiter mit immer skurrileren Methoden, treibt sie mit packenden Reden und zeigt den anderen, wie man zu leben hat. Partys im Büro, Partys im Flugzeug, Exzesse auf Yachten, Drogen, Frauen, Prostituierte und alles was das Maklerherz wohl so begehrt.

Begleitet wird er stets durch seinen aller ersten Partner und Freund, der mit ihm zusammen alles aufgebaut hat, Donnie Azoff (Jonah Hill). Im Laufe der Geschichte lernt er eine neue Frau kennen, verliert die erste und sein Leben spitzt sich langsam zu. Er bewegt sich mit seinen Geschäften immer mehr am Rand der Legalität und oft auch drüber. Die Drogen tragen auch dazu bei und die FBI sitzt ihm im Nacken. Wie es weiter geht, möchte ich nicht verraten 🙂

Zum Film selbst

Der Film ist sehr sehr gut gespielt. Die Charaktere machen alle samt einen guten Job, sind authentisch und logisch. Die Geschichte ist gut aufgebaut und nicht langweilig dargestellt. Wie auch, bei dem Leben? Die Dialoge und die Ansprachen von Leonardo DiCaprio sind teilweise sehr fesselnd, man hat was zum Lachen und zum Staunen. Man kann es sich sehr gut vorstellen, warum Jordan Belfort ein solch charismatischer Chef war. Leonardo DiCaprio spielt in allen Belangen hervorragend. Schade, dass es für keinen Oscar gereicht hat. An seiner Seite macht Jonah Hill wohl den besten Film seiner Karriere. Die wunderschöne Margot Robbie, die Belforts Zweitfrau wird, passt sehr gut in den Film. Ebenso der kurze Auftritt von Matthew McConaughey sind oberste Liga.

Kostüme und Kamera, sowie die Art, wie der Film verfilmt wurde und die kurzen Einblendungen sind alle gelungen. Man findet kaum etwas auszusetzen, außer, dass der Film zum Schluss hin doch etwas lang wirkt und dann doch sehr abrupt ein Ende findet. Zum Schluss ist die Realität dann doch etwas hart. Ich befürworte ein solches Leben nicht, aber man kann durch solche Filme vielleicht etwas besser  solche Dinge verstehen und das „warum“.

Geschichte und Handlung: 9/10
Dialoge: 10/10
Ton und Musik: 8/10
Kamera und visuelle Effekte: 9/10
Schauspieler: 10/10
Kulisse und Kostüme: 10/10
Erwartungshaltung erfüllt: 10/10
Gesamtbewertung: 9.43

Mein Fazit und die Kritik

Besser kann man es fast nicht machen. Leonardo DiCaprio in seiner wohl besten Rolle. Ein Film der einen unterhält, nachdenklich stimmt, motiviert und dann zum Schluss doch auf den Boden der Realität hinab holt. Ein Film, den ich mir im Kino angesehen habe und nun, da er auf DVD/Blu-ray draußen ist, werde ich ihn mir erneut ansehen. Es gibt Filme, die schaut man sich auch öfter gerne an, das ist einer davon. Meine Erwartungen an den Film wurden eher übertroffen, hauptsächlich durch die Art, wie der Film aufgebaut ist, der Leistung des Schauspieler und der gut gemachten Dialoge und Szenen.

FilmThe Wolf of Wall Street
Genre:Drama
FSK-Angabe:ab FSK ab 16 freigegeben
Erscheinungsdatum Kino:29.05.2014
Erscheinungsdatum DVD:01.10.2014
Filmlänge: Minuten
Produzent:Joey McFarland
Regisseur:Martin Scorsese
Schauspieler:Leonardo DiCaprio
Jonah Hill
Margot Robbie
Matthew McConaughey

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10 Kommentare auf "The Wolf of Wall Street – die Geschichte von Jordan Belfort"

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25. September 2016 12:27

[…] sind Jonah Hill (Beim ersten Mal, The Wolf of Wallstreet, 22 Jump Street, Hail, Caesar!) und Miles Teller (Die Bestimmung, Fantastic Four). Neben ihnen noch […]

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[…] (Battleship, Das Glück der großen Dinge, Disconnect) verkörpert. Jane ist Margot Robbie (The Wolf of Wallstreet, Focus, The Big Short, Whiskey Tango Foxtrott) und neben ihnen ist noch Christoph Waltz (Inglorious […]

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